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Barbara & Karsten
Mali
unser rollendes Heim

 

Unser rollendes Heim - Macun

 

Ich bin Macun, ein Toyota Landcruiser HZJ 75, Baujahr 99. Mein Name "Macun - Steinbock" habe ich von Barbara und Karsten erhalten, also ich mühelos über die erste Steinpiste geklettert bin. Ich habe die Beiden mit Mali bisher problemlos über Afrikas schlimmste Pisten gefahren. Sie sind sehr zufrieden mit mir.

 

Als Afrikaversion  - mit Doppeltank (je 90 Liter Diesel) und Zyklonfilter - war ich früher bereits für das Rote Kreuz im Einsatz. Tom von Toms Fahrzeugstechnik importierte mich nach Deutschland und baute mich in seiner Werkstatt den Wünschen von Barbara und Karsten entsprechend um.

 

Umbau / Ausstattung

Ich habe nun ein Pop-up-Dach von Desert-Tech aus coolem Riffelblech mit Dachfenster. Eigentlich wollten Barbara und Karsten ein Innovation-Camper Dach, da dieses etwas mehr Platz bietet. Leider wäre dieses aber Dach nicht mehr rechtzeitig fertig geworden. Sie sind jetzt aber auch mit dem Desert-Tech zufrieden - auch wenn die Federn für zusätzliche Dachlast (Kiste, Waschtonne, Reserverad) zu schwach sind und das Dach, wenn es offen ist nun mit einem Besenstil zusätzlich abgestützt werden muss.

Zusätzlich wurde mir ein OME-Fahrwerk verpasst, damit ich etwas mehr Bodenfreiheit habe und das zusätzliche Gewicht - insgesamt wiege ich kanpp 3 Tonnen - vom Innenausbau gut tragen kann.

Weiter habe ich einen Trabolt-Filter erhalten, womit der Ölwechsel entfällt. Leider war die Aufhängung für den Trabolt-Filter zu schwach, so dass sie unterwegs gebrochen ist. Karsten liess die Aufhängung vom Dorfschweisser in Wli schweissen - sie passte nachher nicht mehr in die Halterung, so dass sie Karsten erst wieder zurecht schleifen musste.

Zwei Bordbatterien versorgen mich neben der Starterbatterie mit Strom. Sie werden gespiesen über das Solarpanel auf meinem Dach. Das Solarpanel ist so befestigt, dass es auch vom Dach gelöst und irgend wo neben  mir platziert werden kann. So kann ich bei einem längeren Aufenthalt im Schatten stehen und erhalten trotzdem Strom über unser in der Sonne stehendes Panel.
Auch hier zeigte es sich, dass die Befestigung der Bordbatterien für die afrikanischen Pisten zu schwach war. Nach Angolas Horrorpisten sind die drei Befestigungsschrauben der Halterung im Kotflügel durchgebrochen. Karsten mussten das ganze in Otjiwarango, Namibia erst einmal schweissen lassen.

Ich wurde mit einer Standheizung ausgestattet. Barbara und Karsten sind aber mittlerweile nicht mehr so überzeugt von dieser Investition. Bisher wurde die Heizung erst einige wenige Male in Marokko angeworfen. Sie heizt gut und gibt kurzzeitig auch warm. Aber mit dem Pop-up-Dach mit Zeltwänden entweicht die Wärme in kürzester Zeit. Die Aufgabe, mein Inneres im feucht-tropischen Klima zu trocknen übernimmt bereits die Klimaanlage. In der kalten Zeit in Namibia änderte sich aber Barbaras und Karstens Einstellung zur Standheizung erneut und sie wussten die Heizung in den bitterkalten Nächten wieder zu schätzen.

Eine Klimaanlage hatte ich bereits serienmässig drin. Barbara und Karsten wollten eigentlich keine - "unnötig, wieder etwas, das kaputt geht...". Mittlerweile sind sie aber überzeugt, dass die Klimaanlage eines meiner besten Teile ist. Sie entfeuchtet mein Inneres in den Tropen, sie hält den Feinstaub fern, sie ermöglicht Konvoi-Fahren über Staubpiste an letzter Stelle ohne entweder das Autoinnere mit offenen Fenstern völlig verstaubt zu haben oder aber mit geschlossenen Fenstern einen Hitzeschlag zu erleiden. Und das offensichtlichste: sie macht das Fahren in der Hitze für Mensch und Hund angenehm.

Unterwegs bin ich mit 255-85-R16 Mud-Terrain Reifen. Sie haben sich bis jetzt bewährt. Sie sind zwar nicht optimal für den Sand, da sie sich hier schnell eingraben. Für alle anderen Pisten, insbesondere Schlamm sind sie aber bestens. Meinen ersten platten Reifen (er war eigentlich nicht mal platt, sondern verlor nur laufend etwas Luft) hatten ich erst nach 8 Monaten in Namibia. Ich habe einen Reservereifen auf dem Dach (ohne Felge) und ein Reserverad an der Hecktüre. Bereits in Mauretanien stellte sich heraus, dass das grosse Reserverad für die Hecktüre bei Pistenfahrten zu schwer ist. Durch die Vibration und Schläge haben sich die Scharniere ausgeschlagen, so dass sich die Hecktüre nicht mehr öffnen liess. Hier hätten Barbara und Karsten besser auf Tom gehört und hätten mir eine Spezialstossstange mit Reserveradhalterung gönnen sollen. Da haben sie am falschen Ort gespart. Mit etwas Bushmechanik haben sie aber auch dieses Problem in Griff bekommen. Unter das Reserverad wird nun ein einzelnes Federblatt vom Schrottplatz geklemmt und drückt das Rad dadurch hoch, womit die Scharniere bei der Fahrt entlastet werden. Für den Notfall haben sie auf einem Schrottplatz noch ein Ersatzscharnier erstanden. Dieses setzten sie mir nun in Namibia ein.

Um allfällige Einbrecher abzuschrecken, wurden mir in Namibia an alle meine drei Türen Halterungen für Vorhängeschlösser angeschweisst. Bis jetzt bewährten sich diese Schlösser bestens.

 

Innenausbau

Bei Ingo und Jolly (www.zebrastreifen.com) haben Barbara und Karsten die Idee erhalten für den Innenausbau. Entsprechend Barbaras und Karstens Zeichungen hat Tom den Innenausbau umgesetzt. Es war für die beiden schwierig, bei meinem Umbau nicht dabei zu sein und erst das fertige Produkt zu sehen. So war Barbara im ersten Moment recht enttäuscht als sie meinen braunen Innenausbau sah, hatte sie doch fest mit einem grauen Ausbau gerechnet. Aber mittlerweile hat sie sich an das Braun gewöhnt, zumal der Ausbau insgesamt sehr schön gemacht ist.

Auf der Beifahrerseite ist der Ausbau 65 cm hoch. Hinter dem Sitz befinden sich  2 Wassertanks an je 30 Liter. Einen weiterer Wasserkanister an 20 Liter haben sie mir an das Kühlergitter gebunden und auf der Fahrerseite aussen ist ein weiterer Wasserkanister befestigt, der bisher aber noch nie in Gebrauch genommen wurde. Anschliessend steht auf einem weiteren offenen Fach die 40 Liter Kühlbox. Hinter der Kühlbox befinden sich ein weiterer schmaler Stauraum (ursprünglich waren hier mal Wasserfilter und -pumpe drin, das haben wir aber in Namibia umgebaut). An die Kühlbox schliesst ein Element an, auf dem sich oben der Gaskocher mit zwei Kochstellen befindet. Der Kocher wird in der Regel bei geöffneter Hecktür auf der in der Türe eingelassener Ablage benutzt. Unter dem Kocher steht in diesem Element die 5kg Gasflasche. Die Gasflasche mit europäischem Ventil ist nicht immer einfach aufzufüllen in Afrika... Neben der Gasflasche  befinden sich zwei weitere offene Fächer. Das letzte Element gleich bei der Hecktüre ist eine geschlossene Holzkiste, die als Stauraum und Sitzfläche dient. Auf dieser Kiste hat Mali nachts auch ihren Schlafplatz. In der ehemaligen Verkleidung der Hecktüre befinden sich Wasserfilter (Vorfilter und Katadyn Keramik-Kohle Filter) und Wasserpumpe (3 bar). Das gefilterte Wasser beziehen wir über einen normalen Wasserhahnen an der Tür. Über einen weiterer Wasseranschluss in der Tür können wir ungefiltertes Wasser zum Duschen, Abwaschen etc. beziehen.

Auf der Fahrerseite ging ein 50 cm tiefer Kasten bis unters Dach vom Fahrersitz bis zur Hecktüre. Dieser Kasten war in neun unterschiedlich grosse, offene Fächer unterteilt, welche je eine Weco-Kiste enthielten. Unten enthielt der Kasten zwei geschlossene lange Fächer.
Mit diesem Innenausbau bot ich sehr viel Stauraum. Es war auf der anderen Seite aber auch sehr eng im Inneren. Wenn Barbara und Karsten wegen Regen oder Kälte im Innern kochen und essen wollten und Mali noch herumspazierte, blieb kaum ein Zentimeter Platz und es war sehr ungemütlich.

Deshalb haben Babara und Karsten entschieden, meinen Innenausbau etwas abzuändern - mir solls recht sein. In Namibia haben sie also die hinterste Kistenreihe bzw. das hinterste Schrankelement ausgebaut. Dadurch ist hinten ein kleiner "Aufenthaltsraum" entstanden mit einer weiteren Sitzmöglichkeit. Stauraum ist nach wie vor genügend vorhanden.

Im Pop-up-Dach befindet sich das Bett. Es besteht aus drei Elementen, die sich tagsüber zusammenschieben lassen, so dass sich für Barbara und Karsten Standhöhe ergibt.

 

Reparaturen / Umbauten unterwegs

  • Ausgeschlagenes Scharnier der Hecktüre durch zu schweres Reserverad: einzelnes Federblatt unter Reserverad geklemmt und dadurch Halterung und Scharnier entlastet (Senegal), Scharniere ausgewechselt in Namibia
  • Ausgerissene Traboltfilter-Aufhängung: geschweisst und zurechtgefeilt in Ghana
  • Abgebrochener Anschluss an Katadyn-Wasserfilter: Wasserfilter behelfsmässig an Ende Wasserschlauch angeschlossen und Filterwasser als Trinkwasser jeweils in Flaschen abgefüllt (Gabon). Ansonsten Wasser ungefiltert benutzt.
  • Innenausbau umgebaut: hinterste Kistenreihe ausgebaut für ein kleines Wohnzimmer im Auto für kalte Tage (Namibia)
  • Gebrochene Auspuffhalterung: Geschweisst in Namibia
  • Durchgebrochene Batteriehalterung: geschweisst an Innenseite Kotflügel in Namibia
  • Vorrichtung für zusätzliche Bügelschlösser an Türen angeschweisst (Namibia)
  • 1. platter Reifen - Reparatur in Namibia
  • Wasserfilteranlage umgebaut: Wasserhahnen an der Rücktüre angebracht, Wasserfilter in Türe eingebaut, zweiter Wasserabgang für ungefiltertes Wasser zum Abwaschen / Duschen (Namibia)
  • neue Lautsprecherboxen hinten und vorne (Namibia)
  • Versengte Deckenbeleuchtung und Kopfkissen, da Deckenbeleuchtung beim Runterziehen des Dachs versehentlich nicht ausgeschaltet wurde: neue Spots eingesetzt, alles ausgelüftet und Kopfkissen und Überzüge geflickt (Namibia / Camp Gecko)
  • Halterung fürs Regendach aus Alu (Namibia / Camp Gecko)
  • Zusätzliche Unterstützung der Batteriehalterung durch unterlegtes Blech (Namibia / Camp Gecko)
  • Halterung für IPod aus Metall (Namibia / Camp Gecko)
  • neuer Sitz-/Liegplatz für Mali zwischen Fahrer- und Beifahrersitz geschweisst (Namibia / Camp Gecko)
  • Halterung für Reserve-Benzinkanister aus Metall geschweisst (Namibia / Camp Gecko)
  • neue Starterbatterie (Namibia)
  • Neuer Luftfilter (Namibia)
  • ein praktisches Gewürzregal damit Barbara ihre diversen Gewürzgläschen immer griffbereit hat (Namibia)
  • Umfunktionierung des Sonnensegels in ein Regendach mit Seitenwänden (Sambia)
  • zwei neue Bordbatterien und neue Starterbatterie (Tansania)
  • neue Radlager (Kenia)
  • neuer Zahnriemen  (Kenia)
  • Vorrichtung für permanente Wäscheleine an der Aussenseite (Kenia)
  • 2. und 3. platter Reifen in Sudan
  • 4. und 5. platter Reifen in Tunesien
 

 

Best of Macun:

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Ich mit meinen coolen Aufklebern