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Vorbereitungen Entschluss Wir wussten schon seit längerer Zeit, dass wir mit dem Auto irgend wann durch Afrika fahren werden. Den Zeitpunkt schoben wir aus verschiedenen Gründen aber immer wieder hinaus. Den definitiven Abfahrtstermin Dezember 2005 legten wir dann erst ca. 6 Monate vorher fest. In diesen 6 Monaten begannen wir mit den Vorbereitungen. Allerdings planten wir bis am Schluss nichts bezüglich Reiseroute und -Zeit. wir sind bis heute froh darüber, weil dies nur verlorene Zeit gewesen wäre. Einmal unterwegs haben sich unsere Reisepläne immer wieder kurzfristig geändert. Die Vorbereitungen begannen wir mit der Suche nach einem geeigneten Auto. Auto Nach verschiedenen Berichten im Internet und Gesprächen mit Fachleuten, wussten wir schnell einmal, dass wir einen Occasion-Toyota Landcruiser HZJ 75 wollten. Wir haben uns verschiedene Autos mit fertigem Innenausbau angeschaut, fanden aber das Passende nicht. Entweder bot uns der Ausbau zu wenig Stauraum oder das Auto war zu teuer oder, oder, oder... So entschlossen wir uns, einen unausgebauten Toyota zu suchen und ihn unsren Wünschen entsprechend ausbauen zu lassen. Tom von Toms Fahrzeugtechnik bei Würzburg hat dies für uns übernommen. Weil wir unsere wenigen Wochenenden in der Schweiz noch andersweitig geniessen wollten, entschieden wir uns dafür, den Innenausbau nicht selber zu machen, sondern ihn in Auftrag zu geben. Das würden wir heute vermutlich anders machen. Mitte September 05 konnten wir unser Auto abholen und hatten so noch etwas Zeit, all die Kleinigkeiten, die noch fehlten, selber zu machen Inneneinrichtung wie Bett, Vorhänge, Kisten etc.). Dies brauchte mal wieder mehr Zeit als gedacht und so blieb uns gerade mal eine Nacht zum Probeschlafen im Engadin. Der Toyota ist in Deutschland auf Karsten zugelassen. Dies, weil es einerseits zu mühsam gewesen wäre, das Auto in die Schweiz zu importieren und andererseits, weil es in Deutschland im Gegensatz zur Schweiz möglich ist eine Kasko-Versicherung abzuschliessen, die auch für Afrika gilt (bei der Nürrnberger Versicherung - allerdings müsste dafür die genau Reiseroute mit Datum hinterlegt werden, was wir nie geschafft hatten.) Wir planen, den Toyota bei unserer Rückkehr als Umzugsgut in die Schweiz einzuführen. Wohnung für uns war es klar, dass wir unsere Wohnung in
Zürich behalten wollten. Also suchten wir via Ausschreibung in gratis
Internetmarktplätzen und Aushängen nach einer oder einem Untermieter/in. Wir
wollten die Wohnung möbiliert untervermieten mit einer gegenseitigen
Kündigungsfrist von 3 Monaten mit der Absprache, dass wir voraussichtlich 2
Jahre weg sein werden. Wir hatten verschieden Interessenten (auch noch lange,
nachdem wir bereits abgereist waren). Am meisten Erfolg hatte ein Rundmail im
Freundes- und Bekanntenkreis. so sind wir zu Ronny, unserem Untermieter
gekommen, und waren gerechtfertigterweise überzeugt, dass unsere Wohnung bei ihm in besten Händen ist.
Job Es braucht zwar etwas Mut, aber sobald man sich
mal entschieden hat, ist es nur noch halb so wild: wir haben beide unsere
Arbeitsstellen gekündigt. Wir haben es so früh wie möglich gesagt, so dass
unsere Arbeitgeber genügend Zeit hatten, unsere Nachfolge zu regeln. Versicherungen Mühsam, mühsam, mühsam! Dazu gibt es eine eigene Seite. Meldevorschriften und Steuern Für uns war klar, dass wir uns vorschriftsgemäss (Auslandaufenthalt mehr als 6 Monate) in der Schweiz abmelden werden. Erstens wollten wir keine Steuern bezahlen in Abwesenheit und niemanden mit dem ausfüllen unsere Steuererklärung belasten. Zweitens wollen wir unseren Toyota bei der Rückkehr als Umzugsgut importieren. Wir gingen also bei unserer Wochenaufenthaltsgemeinde Zürich und Wohngemeinde Fex vorbei und meldeten uns per 1. Dezember 05 ab ins Ausland ohne neuen Wohnsitz. Der alte Wohnsitz bleibt so rechtlich bestehen (ZGB 24) solange kein neuer Wohnsitz begründet wird (wichtig für Versicherungen). Im Gegensatz zu Zürich mussten wir in Graubünden auf Ende Oktober eine detaillierte Steuererklärung fürs 2005 (bis Oktober) ausfüllen. Knapp eine Woche vor Abreise erhielten wir nach etlichen Telefonaten die Steuerrechnung - diejenige für 2005 und die definitive für 2004. Oh Schreck, wir sahen unsere Afrikareise schon den Bach runter gehen, bzw. auf dem Steuerkonto des Staates beerdigt. Nach langem hin und her wurde die Steuerrechnung doch noch korrigiert und am letzten Tag vor der Abreise konnten wir gerade noch unsere Staatsschuld begleichen. Das nächste Mal werden wir dies wohl etwas früher angehen! Bevollmächtigte Damit unsere wenigen Angelegenheiten zu Hause in
unserer Abwesenheit auch erledigt werden, mussten wir unsere Schwestern briefen.
Wir mussten genaustens erklären, was, wann wie wo erledigt und bezahlt werden
muss und wo welche Dokumente und Unterlagen zu finden sind. Hierfür mussten wir
erstmals alles hervor suchen und zusammenstellen - eine riesige Arbeit. Zudem
mussten unsere Bevollmächtigten überall auch die nötige schriftliche Vollmacht
erhalten bzw. diese musste in die Wege geleitetet werden (Bankkonti etc.). Im
nächsten Schritt mussten nun noch alle Institutionen angeschrieben und informiert werden über Bevollmächtigung und Adressänderung - natürlich immer
alles schriftlich. Gesundheit Auch hierzu gibt es eine eigene Seite. Visa und Reiseunterlagen Für die ersten 5 Länder in Afrika besorgten wir uns die Visa in der Schweiz. Dafür brauchten wir knapp 2 Monate. Wir dachten, dass wir dafür gerade noch etwa abschätzen können, wann wir wo sein werden. Natürlich haben wir uns verkalkuliert und mussten uns am Schluss beeilen, damit Visa nicht unbenutzt verfallen sind. Dafür konnten wir uns in den ersten drei Monaten die mühsamen Visabeschaffungstage in den Hauptstädten ersparen. Wir druckten uns noch verschiedene Reiseberichte und wichtige Adresse aus dem Internet aus, kopierten unsere persönlichen Dokumente und scannten sie zur Sicherheit ein um sie jederzeit und überall übers Internet abrufen zu können, packten unsere drei Michelin-Afrika-Strassenkarten (1:4 000 000), den Lonely Planet "Africa on a shoestring" und die Därr-Bände "Durch Afrika" ein - und waren startklar. Abschied Nun hiess es Abschied nehmen von unseren
Familien und Freunden in Erfurt und der Schweiz. Wir freuten uns einerseits
darauf, dass es nun endlich losgeht und die ganze mühsame Vorbereitungszeit
vorbei ist, andererseits viel es uns schwer, uns von unseren Lieben zu
verabschieden. Mit einem kleinen Abschiedstrunk im Zic-Zac verabschiedeten wir
uns von unseren Freunden in der Schweiz (leider haben offenbar viele diese
Einladung per Mail nicht erhalten, wofür wir uns nachträglich sehr
entschuldigen). Der Abschied von unseren Familien verlief wehmütig und
tränenreich. |